Verhalten in den Bergen

  • Jede Bergtour erfordert Planung. Auskünfte alpiner Vereine oder Ortskundiger, z. B. Hüttenwirte, können
    entscheidend helfen. Auch Karten und Wanderführer sind sehr hilfreich.
  • Auf die entsprechende Ausrüstung (siehe unten) und Bekleidung achten. Vor allem feste hohe Schuhe mit griffiger Sohle und Regen- und Kälteschutz sind sehr wichtig.
  • Vor dem Aufbruch Weg und Ziel der Tour sowie den voraussichtliche Zeitpunkt der Rückkehr dem Hüttenwirt bzw. Hotelier oder Freunden bekannt geben.
  • Immer genug zu trinken mitnehmen! Alkohol ist in jeglicher Form  während einer Tour abzulehnen.
  • Tiere nicht reizen, sondern sich „ganz normal“verhalten und keine Angst zeigen. Wege auf Almweiden nicht verlassen und Tiere mit großem Abstand umgehen.
  • Hunde unbedingt an der Leine führen. Der Hund darf keinesfalls auf die Weidetiere losjagen, besonders Mutterkühe sorgen sich um ihre Kälber. Sollte allerdings ein Weidetier den Hund attackieren, diesen zum eigenen Schutz einfach laufen lassen.
  • Pflücken Sie keine geschützten Pflanzen.
  • Ab 2.000 m Seehöhe genug Zeit lassen, um sich zu akklimatisieren! Beachten Sie die Warnzeichen (vor allem Kopfschmerzen).
    Keine Steine abtreten (Verletzungsgefahr für andere Bergwanderer). Steinschlaggefährdete Stellen sollen einzeln, rasch und ohne anzuhalten passiert werden.
  • Beobachten Sie sorgfältig die Wetterentwicklung - auch bereits vor der Tour!
    Kehren Sie bei drohendem Wettersturz rechtzeitig um und suchen Sie bei heranziehenden Gewittern geschützte Orte auf und verlassen Sie Grate und exponierte Stellen. (Achtung: nicht unter einzelne Bäume stehen).

wenn was passiert

  • Was ist passiert?
  • Wo ereignete sich der Unfall?
  • Wie viele Verletzte sind zu bergen?
  • Wann ist der Unfall geschehen?
  • Wer meldet?

außerdem bei Hubschrauberrettung

  • Welche Witterung herrscht am Unfallort?
  • Wohin mit dem Hubschrauber?
  • Beenden Sie nie selber das Gespräch, sondern folgen Sie den der Leitstelle und bleiben Sie erreichbar.
  • Bei fehlender Netzabdeckung ändern Sie den Standort (Kuppe, Grat..) und versuchen Sie nochmals, eine Verbindung herzustellen.

alpines Notsignal

  • Ein optisches oder akustisches Zeichen sechsmal in der Minute, danach eine Minute Pause, und so fort.
  • Optische Zeichen sind üblicherweise Lichtsignale per Taschenlampe oder Spiegel, winken und auch das unmissverständliche Wirbeln eines auffälligen Kleidungsstücks oder Biwaksacks.
  • Akustische Zeichen - möglichst in Kombination mit optischen man durch Rufen oder Pfeifen.
  • Bei Hubschrauberrettung: Hat man Sichtkontakt zu dem Hubschrauber, so signalisiert man durch ausstrecken der Arme zu einem "Y" (Yes), dass man Hilfe benötigt. Ein Taschentuch, dass man in hält, zeigt dem Piloten die Windrichtung an. Der Hubschrauber versuchen gegen den Wind zu landen, man sollte sich daher Rücken zum Wind hinstellen. Setzt der Hubschrauber zur Landung so geht man langsam in die Knie, die Arme sind dabei immer einem „Y“ geformt. Es ist wichtig, dass man sich solange nicht bis man eine Anweisung des Piloten erhält. Der Hubschrauber den Einweiser (Sie) als Referenzpunkt. Bei schlechter Sicht Pilot meist nur den Einweiser erkennen; sollte sich dieser Richtung bewegen, so bewegt sich auch der Hubschrauber in Alpiner Notruf in Vorarlberg: 144
  • Internationaler Notruf: 112
  • Dieser Notruf geht an die Polizei. Einfach Handy ausschalten, wieder einschalten und statt des Pin-Codes „112“eingeben.
    Wer ein Notfallzeichen bemerkt, sollte mit einem vergleichbaren Zeichen in einer Taktfolge von 3 Signalen pro Minute antworten. Die Hilfesuchenden wissen dann, dass eine Rettungsaktion in Gang gesetzt wird.

wandern mit Kindern

  • Bergauf gehen die Kinder am besten voraus, so behält man sie gut im Auge. Bergab wandern die Erwachsenen voran. Damit wird das ungesunde „Wettrennen ins Tal“ verhindert. Außerdem sind Rundwege viel interessanter, als der Hin- und Rückweg auf derselben Wegstrecke.
  • Viele kleine Pausen, Jause und reichlich zu Trinken sind ein Muss!
  • Entsprechende Kleidung und festes Schuhwerk sind selbstverständlich. Ein Erste-Hilfe-Set ist zu empfehlen.
  • Wecken Sie mit Erlebnistouren entlang eines Gebirgsbachs, durch abenteuerliche Schluchten oder Wiesen zum Herumtoben, Freude am Wandern.
  • Die Kleidung soll vor allem Schutz vor Schlechtwetter und Kälte bieten. Kinder müssen aber auch vor intensiver Sonnenbestrahlung geschützt werden (hoher Sonnenschutzfaktor, Kappe, Sonnenbrille mit 100% UV-Schutz).

wandern und Bergsteigen älterer Personen

  • Stellen Sie die Freude an der Bewegung in der Natur und ihren Nutzen in den Vordergrund.
  • Starten Sie früh, um die Mittagshitze zu vermeiden! Wählen Sie ein durchgehend langsames Tempo und vergessen Sie nicht auf Pausen. Trinken Sie viel und essen Sie leicht!
  • Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt über eventuelle Auswirkungen (Blutdruck etc.) durch die Einnahme Ihrer Medikamente. Sie schwitzen weniger und überhitzen daher leichter. Mehrere dünne, atmungsaktive Kleidungsschichten helfen, dies auszugleichen.
  • Sonnencreme, Sonnenbrille und Kopfbedeckung nicht vergessen!

Ausrüstung

  • Rucksack
  • Gore-Tex Überjacke
  • Bergsteigerhose, evtl. Überhose
  • gute Bergschuhe mit Profilsohle (über die Knöchel reichend)
  • Wandersocken
  • Unterleibchen (Transtex wird empfohlen)
  • Fleecejacke (Windstopper, Softshell) oder Pullover
  • Sonnenschutz (Lippenschutz) und Sonnenbrille
  • Jause und Trinkflasche
  • persönliche Medikamente (falls erforderlich)
  • Fotoapparat, Fernglas
  • evtl. Teleskopstöcke
  • evtl. Handy und Taschentücher

bei Mehrtagestouren zusätzlich

  • Handschuhe, Mütze
  • Hüttenschlafsack
  • Alpenvereinsausweis oä., falls vorhanden
  • Waschzeug, persönliche Sachen
  • Taschenlampe, Stirnlampe